
Eigentlich hatte ich für mich beim Fall Kampusch entschieden, darüber nicht zu bloggen. Die Opfer sollten meiner Meinung nach so viel Privatsphäre wie möglich bekommen, um ihre Erlebnisse zu verarbeiten. Aber der Fall Fritzl in Amstetten ist blanker Weltwahnsinn.
Unbegreiflich, was in diesem Sadisten vorgehen muss.
Unvorstellbar, was die Tochter erdulden musste.
Unabsehbar, wie die Kinder ihr Leben jemals wieder leben sollen.
Auch für mich ist es völlig unglaubwürdig, dass niemand in der Familie etwas bemerkt haben will. Die Ehefrau, der Sohn - irgendwem muss doch etwas komisch vorgekommen sein. Außerdem wird Fritzl doch seine Tochter auch schon vor dem Einkerkern vergewaltigt haben. Sowas fängt doch nicht plötzlich mit ihrer Volljährigkeit an. Vielmehr sieht es doch danach aus, dass der Sadist Fritzl seine Tochter Elisabeth schon ihr ganzes Leben lang missbraucht hatte und nun Angst hatte, dass sie ihn verlassen würde.
Aber es muss auch ganz klar gesagt werden, dass hier niemand angeklagt werden kann, dass er weggeschaut hat. Soll ich jetzt bei der Polizei anrufen und sagen, dass mein Nachbar aber verdammt viele Lebensmittel für seine kleine Familie kauft? Wie hätte jemand ohne Beweise seinen Nachbarn und Vermieter anzeigen können? Ich will mir gar nicht vorstellen, wieviele Kerker und Verließe sich in Deutschland oder der ganzen Welt unentdeckt noch befinden...
Samstag, 3. Mai 2008
Amstetten: 24 Jahre Horror = lebenslänglich
Labels:
Weltwahnsinn
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